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„Helfer auf vier Pfoten”
ist eine Aktion von
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Die Hundebesuchsdienste
in Kindereinrichtungen werden organisiert und durchgeführt von


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Therapieprojekt in Würzburg
Experiementier-Stadium ist längst verlassen
"Nach drei Jahren, in denen wir die tiergestützte Therapie in
der Praxis eingesetzt haben, sind wir jetzt soweit, dass dieses
ko-therapeutische Angebot gleichberechtigt neben den bekannten Angeboten
wie Musiktherapie, Heilpädagogik oder Beschäftigungstherapie steht",
berichtet Dr. Armin Claus, Arzt und Mitarbeiter der Universitätsklinik
in Würzburg.
Obwohl inzwischen vier ausgebildete Hunde in der Klinik eingesetzt
werden können, übersteigt die Nachfrage das Angebot. Dieses lebhafte
Interesse ist ein eindrucksvolles Indiz für den Erfolg des Projektes
- genauso, wie die gewachsenen Aufgabenfelder für die Therapiehunde.
Helfer in der Diagnostik
Einige der jungen Klinik-Patienten sind in ihrem Gefühlsleben
eingeschränkt und schwer in der Lage Kontakt aufzunehmen und sich
mitzuteilen. Die Hunde lockern die Atmosphäre emotional auf. Die
Reaktion der Kinder auf das Tier und ihre Beschäftigung mit ihm
hilft dem Arzt dabei, Informationen über die Art und Schwere der
Erkrankung zu sammeln.
Verstärker in der Therapie
In der Verhaltenstherapie wird oft mit Verstärkern gearbeitet.
Bestimmte Ziele werden mit einer Art "Belohnungssystem" attraktiv
gemacht. Der Kontakt zum Tier ist ein sehr hochrangiger positiver
Verstärker. Die Patienten strengen sich besonders an, wenn sie anschließend
mit den Therapiehunden spielen und arbeiten zu können.
Trainer gegen die Angst
Kindern, die unter Ängsten leiden, bringen bereits einfache Übungen
mit Hunden ein immenses Plus an Selbstvertrauen. Einen Hund zu streicheln,
mit ihm zu spielen oder einen Ball aus dem Fang zu nehmen, sind
wichtige erste Schritte, die nach und nach in einen angstfreien
Alltag führen. Für die Eltern der Patienten ist es immer wieder
überraschend zu sehen, was sich ihr Kind jetzt zutraut und welche
Fortschritte es macht.
Begleiter für mehr Sicherheit
Einige psychiatrische Erkrankungen schränken die Fähigkeit ein,
soziale Kontakte zu knüpfen. Diesen Patienten fällt es schwer, einfach
nur nach der Uhrzeit zu fragen. Betroffene Kinder ziehen sich stark
zurück, bleiben der Schule fern, entwickeln soziale Phobien und
Depressionen. Im Rahmen des Trainings ihrer sozialen Kompetenz müssen
die Patienten Aufgaben erfüllen, wie jemanden nach dem Weg zu fragen
oder etwas einzukaufen. In Begleitung eines Hundes fühlen sich die
Kinder dabei viel sicherer - ein Übergangsschritt, um es später
auch allein zu bewältigen.
Übungspartner und Spielgefährte
Hyperkinetische Kinder üben mit den Hunden sich zu entspannen,
indem sie einfach nur ruhig neben dem Tier sitzen, es streicheln
und beobachten. Bei aller Zielgerichtetheit des therapeutischen
Ansatzes darf nicht vergessen werden, dass der Tierkontakt für Kinder
einfach schön ist. Er ist eine willkommene Abwechslung vom Stationsalltag.
Anders als menschliche Bezugspersonen werten und fordern sie nicht.
Sie signalisieren Freude ohne Leistungsdruck.
Breit nutzbare Erfahrungen
Projekte wie in Würzburg leisten einen wichtigen Beitrag für die
Akzeptanz der tiergestützten Therapie. Die praktische Nutzung der
gesammelten Erfahrungen hat in den letzten Jahren auch außerhalb
des klinischen Bereiches stark zugenommen, weil hoher Bedarf an
neuen therapeutischen Methoden besteht.
Immer mehr Kinder sind heute therapiebedürftig. Ein hoher Prozentsatz
der Schulanfänger weist Nachholbedarf in der geistigen oder motorischen
Entwicklung auf. Der Kinderarzt Ulrich Fegeler aus Berlin stellt
in einem Artikel (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 21.23.04)
fest: "Die Aufgaben der Kinderärzte haben sich in den letzten Jahren
gewandelt. Im Vordergrund ihrer Arbeit steht heute, neben Akuterkrankungen,
zunehmend die Erkennung und Behandlung von Entwicklungsstörungen
und Verhaltensauffälligkeiten. Solche Defizite sind keine Erkrankungen
im klassischen Sinne. Trotzdem bedeuten sie eine erhebliche Erschwernis
für den Lebensweg eines Kindes. Mitunter sind sie bestimmend für
seine berufliche und schulische Entwicklung. Als eine der möglichen
Ursachen für soziales Scheitern bürden die der Gesellschaft hohe
Kosten auf."
Die tiergestützte Therapie bietet sich hier als ein Weg, Kinder
dazu anzuregen, sich lebhaft, kreativ, phantasievoll, wissbegierig
- also gesund zu entwickeln.
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Mehr Wissen
& Verstehen
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Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
der Universität Würzburg:
Seit 2001 werden hier, unter Projektleitung von Dr. Armin
Claus, Hunde zur Therapie-Ergänzung eingesetzt. Inzwischen
sind 100 Patienten an diesem Projekt beteiligt.
Vier Hunde sind im Einsatz:
Ein Golden Retriever, ein Australian Shepard und zwei
französische Hirtenhunde.
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