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„Helfer auf vier Pfoten”
ist eine Aktion von
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Die Hundebesuchsdienste
in Kindereinrichtungen werden organisiert und durchgeführt von


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Rettungshunde-Ausbildung
Naturinstinkte und harte Arbeit
Da würde sich mancher Hundebesitzer ungläubig die Augen reiben:
Der dreijährige Schäferhund Amiga klettert auf einen Berg aus Betontrümmern,
Steinen und Schutt und lässt sich überhaupt nicht durch schiefe
Ebenen, Löcher und rutschigen Untergrund irritieren. "Das würde
meiner nicht machen", denkt da sofort jeder Hundehalter. Denn Hunde
sind vorsichtig. Sie meiden die Gefahr, umgehen gefährliches Terrain
und scheuen vor wackligen Böden oder löchrigen Ebenen zurück,
die den Blick nach unten freigeben.
Aber Amiga ist anders. Sie ist nervenstark und erfahren. Deshalb
findet sie nach drei Minuten den im Trümmerberg versteckten Menschen,
der ihre Beißwurst bei sich trägt. Sie darf das Motivationsobjekt
behalten und bekommt Lob. Amiga ist Rettungshund. Sie wurde trainiert
und ausgebildet, solche "Arbeiten" auszuführen. Amiga macht das
natürlich nicht aus Pflichtbewusstsein. Heidi Gläser, die Besitzerin,
hat ihr beigebracht, das Klettern in Trümmern, das Laufen über schmale
Balken und das Stehen auf schwankenden Ebenen als Spiel aufzufassen
- an dessen Ende eine Belohnung steht, wenn das Ziel erreicht wurde.
Verhaltensbiologie ist Grundlage der Arbeit
"Wir machen uns das Grundverhalten der Hunde zunutze", erläutert
Andreas Quint, Mitglied der Rettungshunde-Staffel der Feuerwehr
Wiesbaden. "Die Freude am Suchen und der Beutetrieb sind im Prinzip
bei allen Hunden gegeben. Das wird von uns ganz gezielt gefördert
und mit dem Aufspüren von Menschen verbunden. Wenn der Hund die
Person aufspürt, die sich im Wald oder in einer Höhle des Trümmerberges
versteckt hat, erhält er als Belohnung seine geliebte Beißwurst."
Übung und Training
Der Beutetrieb und die Lust am Suchen müssen gelenkt werden, sie
lassen sich nicht einfach so von Beginn an "einsetzen". So wird
der Hund in der Praxis permanent motiviert und regelmäßige trainiert.
"Wir müssen fortlaufend mit unseren Hunden üben", erklärt Stefan
Walter, Leiter der Staffel, "denn sie dürfen im Prinzip niemals
auf etwas stoßen, was gänzlich ungewohnt ist. Würde der Hund im
Ernstfall auf etwas treffen, was ihn überrascht, dann würde er sofort
in ein Motivationsloch fallen. Sein Drang, seinen Beutetrieb zu
befriedigen, wäre weg. Wir müssen uns hundertprozentig darauf verlassen,
dass der Hund alles tut, um das ihm vorgegebene Ziel zu erreichen."
Teams werden permanent gefordert
Alle Hundebesitzer, die in der Rettungshunde-Staffel mitarbeiten,
absolvieren die Ausbildung und Prüfung zum Feuerwehr-Truppmann und
lernen in Seminaren viel über Kynologie, also das Wesen des Hundes.
Die Hunde durchlaufen ihre Grundausbildung und werden regelmäßig
weiter geprüft und trainiert. Zweimal im Jahr gibt es eine Wiederholungsprüfung
für das Rettungshundeabzeichen. Darüber hinaus probt die Staffel
jedes Jahr auf einer mehrtägigen Übung unter realen Bedingungen
den internationalen Katastropheneinsatz. Auf diese Weise entstehen
Rettungshunde-Staffeln, die im Ernstfall Menschenleben retten können.
In der Rubrik "Erleben & Erfahren" finden Sie einen
Bericht über das diesjährige Übungscamp
in Thüringen.
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Mehr Wissen
& Verstehen
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Hightech aus der Natur
Die Hundenase vollbringt
bei der Suche Außergewöhnliches. Ihre Leistung wird im direkten
Vergleich mit uns Menschen deutlich:
Wir besitzen in unserer Nase rund fünf Millionen Duftrezeptoren
- ein Hund jedoch rund 220 Millionen. D.h. er kann etwa
44mal besser riechen als wir.
Beim Schnüffeln sammelt er Luft in seinen Nasenkammern,
um die Gerruchsnerven noch besser zu nutzen. So kann ein
Spürhund etwa eine Million Mal besser riechen kann
als ein Mensch.
Wie Menschen mit den Augen gleichzeitig viele Farben in
allen Abstufungen wahr nehmen, muss man sich den Geruchssinns
beim Hund vorstellen. Er riecht gewissermaßen in Bildern
und kann die konkreten Geruchseindrücke kombinieren. Deshalb
kann der Hund Ortungen vornehmen, für die die Sensorik des
Menschen nicht ausreicht.
Selbst vom Menschen erfundene technische Geräte können
mit dieser Leistungskraft einer Hundenase nicht mithalten.
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