„Helfer auf vier Pfoten”
ist eine Aktion von

ROYAL CANIN Deutschland

Die Hundebesuchsdienste
in Kindereinrichtungen werden organisiert und durchgeführt von


Verband für das Deutsche Hundewesen
Deutscher Verband der Gebrauchshundesportvereine


| Impressum | Disclaimer

 


Haben Hunde auch ein Herz?


Natürlich haben sie eins. Es schlägt fast genauso wie unseres. Das haben wir ganz genau untersucht. Und nicht nur das. Sie können auch weinen, lachen, traurig sein, sich freuen, ärgern und Angst haben. Sie haben auch eine Sprache, die natürlich ganz anders ist als unsere.

Ein bisschen Hundesprache verstehen wir ja schon. Hunde sind keine Kuscheltiere, auch wenn Gipsy sehr gern kuschelt. Hat sie jedoch genug davon, macht sie dies auch deutlich, indem sie aufsteht und weggeht. Meist mag sie es jedoch, wenn man sie streichelt und hat auch nichts dagegen, abgehorcht zu werden, oder wenn ihre Zehen und Krallen gezählt werden.

Sogar beim Essen mag Gipsy viele Dinge, die wir auch mögen. Brot, Karotte und Apfel und keineswegs nur Hundefutter, wäre ja auch langweilig! Das hätte so mancher nicht vermutet. Dass Süßigkeiten aber für Hunde tabu sind, wissen wir schon. Beim Füttern haben wir wieder geübt, wie man es richtig macht. Das ist nicht so leicht, denn Gipsy ist „wild“ auf Leckereien und schlabbert dabei ziemlich, aber das ist bei uns ja oft auch nicht anders.


Sport mal anders!

Frau Meyer hatte im Garten einen Hindernis-Parcours aufgebaut, den die Kinder überwinden sollten und zwar mit Gipsy um die Wette.

Auf die Plätze, fertig …           Los!!!

Für die jüngeren Kinder war diese Erfahrung zum Teil sehr verwirrend und einige wussten vor Aufregung gar nicht, wohin sie laufen sollten oder blieben fasziniert stehen, wenn Gipsy durch den Tunnel lief.

Bemerkenswert war, dass z.B. ein Junge, der sonst sehr schüchtern ist und alles sehr zögerlich tut, bei diesem Wettrennen gar nicht mehr zurückhaltend war und Gipsy fast besiegt hätte. Irgendwie war Gipsy jedoch immer schneller, was aber bei den „Verlierern“ keinen Frust auslöste, sondern eher Erheiterung. Geschummelt wurde übrigens auf beiden Seiten, trotzdem war keiner verärgert und alle hatten Spaß. Dass Gipsy keine Belohnung bekam, wenn sie geschummelt hatte, sahen die Kinder ein.

Dann durften die Kinder Wünsche äußern, was sie noch mit Gipsy spielen möchten. Toby, ein Junge, der aus Angst zu versagen viele Angebote ablehnt und oft sehr frustriert ist, wollte Gipsy gern an der Leine führen, was er dann auch mit Stolz und beachtlicher Souveränität tat. Überhaupt fühlte er sich im Umgang mit Gipsy sehr wohl, von Verweigerung keine Spur. Ebenso erging es Kevin einem sehr unsicheren, unruhigen Jungen. Auch er wirkte ausgeglichener und sicherer als sonst.

Den besonders impulsiven Kindern, die sich immer in den Vordergrund drängen, erzählte Frau Meyer von den Wölfen, die den Hunden sehr ähnlich sind, wie wir im Zoo festgestellt haben. Es ging darum, dass die Leitwölfe stark und erfahren und deshalb auch der Chef sind, trotzdem aber immer an die anderen denken und für die kleineren sorgen. Die Erinnerung an diese Geschichte half beim Süßigkeiten verteilen und auch an den folgenden Tagen, die „Vordrängler“ zu etwas mehr Zurückhaltung und Bereitschaft zum Teilen zu bewegen.

Zum Schluss dann noch: das beliebte „Würstchen-Versteckspiel“. Beobachtete man die Kinder, wie sie gemeinsam mit Gipsy über die Wiese liefen, um zu sehen, ob sie alle Würstchenstücke gefunden hat, waren bei keinem Kind Ängste zu bemerken. Die meisten verhielten sich, ohne sich dessen bewusst zu sein, schon sehr richtig im Umgang mit dem Hund.

Tobys Resümee am Ende Stunde war: „Heute war aber ein schöner Tag.


Toby, 5 Jahre, erzählt:
„Gipsy ist ein großer Hund und nur schwarz. Sie hat auch ein Mantel an, wenn sie in den Kindergarten kommt. Den muss man ausziehen. Ich hab ihr den nachher wieder angezogen.
Also die Frau, die Frau Meyer hat uns Gipsy gezeigt, alles, auch ihre Zähne und wir durften Gipsy füttern und wir durften auch Gipsy streicheln. Gipsy hat sich auf den Boden gelegt und man konnte alles machen, alles, was man darf.
Gipsy schnuppert alle an und will wissen, wer das ist und sie leckt unseren Fußboden an, weil wir gekleckert haben.
Wir haben auch Würstchen versteckt und Gipsy musste riechen, ob er sie findet.
Ich hab mich getraut, Gipsy Futter zu geben und sie zu streicheln. Ich weiß schon, wie man sich mit ein Hund benehmen muss. Also: Man darf nur ein Hund streicheln, aber nicht in die Augen gucken, sonst denkt er, man will ihn bedrohen. Und man darf nicht am Schwanz ziehen oder an den Ohren, sonst beißt er.
Gipsys Schwanz darf man anfassen, der beißt nicht, aber andere Hunde vielleicht schon.
Aber ziehen darf man bei Gipsy auch nicht, dann wird sie auch sauer.
Man darf auch nicht einen Hund beim Futter stören, oder das Futter wegnehmen und hoch halten, dann ist der Hund auch sauer.
Ich finde Gipsy voll süß! Ich glaub, Gipsy hat noch nie gehau’n und sie kratzt nicht und beißt auch nicht.
Ich hatte von Gipsy keine Angst, ich bin nur fröhlich, dass ich ihn mal wieder sehe. Ich hab ihn ja schon mal gesehen, als die Frau mal was bei uns abgegeben hat und das ist schon lange her.
Wir könnten sie ja mal öfter sehen.“


(Toby ist ein Kind, das emotional sehr unsicher ist und sich wenig zutraut. Viele Angebote verweigert er aus Angst, sich zu blamieren. Deshalb ist er oft frustriert und benötigt viel Zuwendung und Bestätigung)


Saskia, 4 Jahre erzählt:
„Wir haben die Leine von Gipsy festgehalten und sind mit ihr ein Stück gelaufen.
Und dann haben wir die Leckerlis in der Faust gehalten und Gipsy ist mit ihrer Nase rangegangen und nach dem laufen hab ich ihr das Leckerli gegeben.
Spazieren gehen mit Gipsy hat mir Spaß gemacht und ich hatte gar keine Angst.
Ich habe Gipsy gestreichelt und ihr Fell war ganz weich.
Wir haben Würstchen versteckt und Gipsy hat alle Stückchen gefunden und gefressen.
Ich freue mich, wenn Gipsy wieder kommt.“


Serkan, 6 Jahre erzählt:
„Gestern hat Gipsy ein Rennen mit den Kindern gemacht und dann ist Gipsy durch einen Tunnel gegangen und hat immer gewonnen. Wir haben sie nach dem Rennen gefüttert, immer wenn sie brav war.
Wir haben Futter genommen und versteckt. Und wir haben Leckerlis gehabt und sie geführt, an der Leine.
Ich habe mein Leckerli in die Hand genommen, danach hab ich meine Hand aufgemacht und sie hat es gefressen.
Fressen sag ich, weil sie ein Tier ist. Gipsy war die Schnellste, sie hat immer gewonnen. Ich hab sie nur einmal gestreichelt und ich hab sie falsch gestreichelt. So rum, wie die Haare nicht wachsen, aber sie hat nichts getan, obwohl sie das vielleicht nicht mag. Ich weiß nicht, warum sie nichts getan hat. Hätte ich gesagt: „Komm, beiß mich, dann hätte sie es vielleicht getan. Aber zum Glück hat sie es nicht getan.“

(Serkan ist ein Junge, der impulsiv und schnell gereizt reagiert, schnell aufbraust, wenn jemand etwas falsch macht und Fehler nicht gut tolerieren kann)

 
 
Zurück