Studienobjekt Haustier

 

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Positive Einflüsse auf Wohlbefinden und Gesundheit

Das rennomierte Robert Koch Institut hat sich im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung des Bundes mit den Chancen und Risiken der Heimtierhaltung beschäftigt. Die Studie kommt zu dem Schluss: Das Zusammenleben mit Haustieren steigert die Lebensqualität und fördert nachweislich die Gesundheit.

 

Tiere bereichern den Alltag

In Deutschland leben derzeit mehr als 21 Millionen Tiere in privaten Haushalten. Rund die Hälfte davon sind Hunde und Katzen. Für ihre Besitzer ist der Umgang mit Tieren weit mehr als eine sinnvolle Beschäftigung. Haustiere bereiten Freude. Sie helfen Stress abzubauen, steigern die körperliche Aktivität und begünstigen soziale Kontakte. Aus der Summe dieser positiven Effekte resultieren Wohlbefinden, Ausgeglichenheit und Zufriedenheit - die wichtigsten Grundlagen für ein seelisch und körperlich gesundes Leben.

 

Tiere geben Halt

Die Verantwortung für ein Tier vermittelt das Gefühl, gebraucht zu werden. In der Studie wird darauf verwiesen, dass besonders allein lebende und ältere Menschen davon profitieren. Für ein Haustier da zu sein stärkt Selbstvertrauen und Selbstachtung - und regt dazu an, auch den eigenen Bedürfnissen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Vielfach sehen Halter in ihrem Tier ein Familienmitglied, das auf ihre Stimmungen reagiert und dem sie ihre Sorgen anvertrauen. Diese Kommunikation ist eine Alternative zu Selbstgesprächen und hilft, sich über Probleme Klarheit zu verschaffen. Und nicht zuletzt bieten Haustiere Gesprächsstoff, der die Herstellung soziale Kontakte erleichtert.

 

Tierkontakt entspannt

Wer Tiere beobachtet, streichelt, füttert oder mit ihnen spazieren geht wird ruhiger, baut Stress und Aggressionen ab. Diese beruhigende Wirkung ist laut Studie sogar messbar. Der Blutdruck von Heimtierhaltern ist niedriger als bei anderen Menschen in vergleichbaren Lebenssituationen. Weiter wird festgehalten, dass der direkte emotionale Einfluss von Tieren mehr leisten kann, als Alltagslasten zu zerstreuen. In der tiergestützten Therapie wird er gezielt genutzt, das Wohlbefinden von Patienten zu erhöhen oder Ängste abzubauen.

 

Tiere fördern die Gesundheit

Regelmäßige Bewegung an frischer Luft hält den Kreislauf von Hundebesitzern fit und stärkt deren Immunsystem. Dies lässt sich durch Blutdruck-, Blutfett- und Cholesterinwerte belegen. Darüber hinaus, so die Forscher, wirken Haustiere auch auf das subjektive Gesundheitsempfinden. Tierhalter schätzen ihren Gesundheitszustand deutlich häufiger als gut ein, gehen seltener zum Arzt und benötigen weniger Medikamente. Diese Effekte sind auch bei chronisch Kranken festzustellen. Die Nähe zum Tier beeinflusst das gesamte Lebensumfeld, wirkt anregend und entfaltet so eine therapeutische Wirkung.

 

Chancen überwiegen

Die Studie kommt zu dem wichtigen Ergebnis, dass die positiven Einflüsse auf das Wohlbefinden und die Gesundheit höher bewertet werden müssen als die Risiken. Der Gefährdung durch Krankheitserreger kann durch Hygiene und tierärztliche Untersuchungen wirksam vorgebeugt werden. Bei Allergien muss im Einzelfall gegen den Gewinn an Lebensqualität abgewogen werden.
 
Das Robert Koch Institut empfiehlt, Tiere auch in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern für Besuchsdienste und therapeutische Aufgaben zuzulassen. Beispielhaft für Projekte und Initiativen, die Tierbesuche in Altenheimen, in Kindereinrichtungen, bei Behinderten und Kranken organisieren, wird auch der Verein "Leben mit Tieren" genannt. Es wird auf die gesammelten Erfahrungen und Konzepte verwiesen, die die Erfolge unserer Aktion "Helfer auf vier Pfoten" mit einschließen.


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