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Betreuung der Wilh. Geibel Schule Hanau
Besuche am 08.01. + 10.01.2014


Hi, hier ist Lilli. Ich bin vier Jahre alt und mache mit bei den Besuchsdiensten der „Helfer auf vier Pfoten“. Ich möchte euch auch gerne von einem Besuch erzählen. Da ich nicht so gut schreiben kann (das sieht dann immer so aus:
fjahjgöaröejnmjx xasök
- und ich denke, das könnt ihr nicht so gut lesen), diktiere ich meinen Frauchen und sie schreibt es für mich bzw. für euch auf. Okay?

Endlich zieht Frauchen wieder ihr rotes Shirt an und schnappt sich unseren roten Rucksack. Klares Zeichen für mich, dass ich wieder Kinder besuchen darf. Die Weihnachtsferien sind schon ziemlich langweilig ohne die Schul- und Kindergartenbesuche, da freue ich mich umso mehr über unseren Ausflug. Wohin es wohl heute geht? Und ob mein Freund Benny auch wieder mit dabei ist? Ich kann es gar nicht erwarten, ins Auto zu hüpfen.

Schon nach kurzer Fahrt sind wir da. Gespannt springe ich aus dem Auto und suche, wo hier Kinder sein könnten. Da! Ich höre sie schon aufgeregt rufen! Schnell hin und gucken, wie die so drauf sind!

Wow, toll, da wartet schon eine kleine Gruppe Kinder auf uns. Am liebsten würde ich alle gleich beschnüffeln und ablecken, aber das darf ich leider nicht. Obwohl ich es manchmal schaffe, wenn die Kinder mir etwas entgegen kommen. Aber verratet das meinem Frauchen nicht! Ich laufe erst einmal etwas aufgeregt herum und versuche, mir ein Bild von der Lage zu machen. Wie immer muss Frauchen zu Beginn quatschen. Das könnte ja auch mal schneller gehen, schließlich bin ich hier die Hauptbesucherin und nicht sie.

Aber, Moment mal, was ist das? Die Kinder singen für mich!! Und jaulen dabei ganz toll, fast so wie ich! Versteht das nicht falsch, liebe Leser: das Jaulen gehört zum Lied, die Kinder haben das super toll gemacht!

Und endlich kommt auch Benny mit seinem Frauchen. Ha, der hat das Singen verpasst! Also begrüße ich ihn heute besonders freudig und erzähle gleich, was er sich hat entgehen lassen. Und siehe da, die Kinder singen noch mal! Klasse! So einen schönen Empfang hatten wir noch nie!

Dann geht es ab in die Turnhalle. Die Kinder laufen durch die Gegend und ich versuche, hinterherzukommen. Normalerweise ist das kein Problem für mich, aber hier ist es ganz schön glatt. Dann geht es an die Arbeit. Jedenfalls für die Kinder. Benny und ich können uns noch die neue Umgebung anschauen. Aber keine Sorge wegen der Kinderarbeit, sie sprechen nur über die Regeln im Umgang mit uns Hunden. Und sie sind richtig gut, kennen die Regeln und lassen sich nicht so schnell in die Irre führen. Ob sie das im Umgang mit uns auch so gut hinbekommen?

Endlich kommt mein Lieblingsteil. Ich darf mit den Kindern um die Wette laufen! Yippieh, da geht es immer ab und ich habe Riesenspaß dabei. Oh, aber was ist denn hier los? Ich renne und renne und komme überhaupt nicht von der Stelle!! Das kann doch nicht sein! Ich weiß genau, dass ich schneller bin als alle anderen hier! Meine Pfoten bewegen sich, aber ich rutsche so, dass es gar nicht vorwärts geht! HILFE!!! Frauchen schaut auch etwas besorgt, als ich dieses Mal nicht als erste durchs Ziel gehe. Ist mir ja wirklich peinlich, ich habe mir echt alle Mühe gegeben!

Wir starten einen zweiten Versuch. Ich bekomme eine Matte als Starthilfe. Das klappt schon besser, mein Start ist super. Aber sobald ich von der Matte runter bin, geht es wieder nicht vorwärts. Ich glaube, meine Pfoten brauchen mehr Grip! Frauchen schaut jetzt ziemlich entsetzt. Zweimal nicht gewonnen, das ist ja nicht gerade der Beweis dafür, dass ich und meine anderen Hundefreunde schneller sind als Kinder… Was nun?

Ich spüre Frauchens Enttäuschung und meine Ohren hängen noch mehr als sonst schon … Zum Glück gehen wir jetzt raus. Na, Freunde, jetzt werde ich es euch aber zeigen! Und tatsächlich, draußen hänge ich die Kiddies locker ab. Also, geht doch! Aber bitte verratet nicht, dass ich in eurer Turnhalle kaum von der Stelle gekommen bin, das ist mir echt peinlich!!!

Beim Slalom zeigen Benny und ich dann, was wir können. Ruck-Zuck flitzt Benny um die Kinder herum. Die Kinder versuchen es auf allen vieren nachzumachen, aber an unser Tempo kommen sie da bei weitem nicht heran.

Lustig finde ich es auch, wenn die Kinder mit den Armen oder Beinen einen Tunnel bilden und wir da durch laufen. Viele Kinder quieken wie mein Quietschspielzeug, wenn wir sie berühren, z.B. mit der Rute. Wobei ich zugeben muss, dass ich beim Durchlaufen durch die Beine manchmal etwas schummele und seitlich zwischen den Beinen rauskomme. Ich sehe nämlich vor lauter Beinen manchmal den Weg nicht mehr oder bin mir nicht so sicher, ob mir nicht doch jemand aus Versehen auf die Pfoten tritt. Und das kann ganz schön weh tun!

Der nächste Teil ist auch lustig. Wir gehen mit den Kindern spazieren. Benny nimmt immer ein Kind mit, ich habe oft vier bis sechs dabei. Denen zeigen wir jetzt erst einmal ihren Schulhof. Und „meine“ Kinder zeigen mir einen tollen Geheimgang. Der geht mitten durch das Gebüsch. Ohh, riecht es da gut! Wenn ihr wüsstet, was es hier so alles gibt!

Wie immer ist auch hier viel zu schnell die Zeit vorbei und ich muss wieder nach Hause. Ich habe bei den Besuchen immer ganz viel Spaß und freue mich jedes Mal. Danach kann ich richtig gut schlafen. Manchmal träume ich dann noch von euch und renne im Traum mit euch um die Wetter oder lass mir Leckerchen geben. Dann zucken meine Pfoten im Schlaf oder ich schmatze. Frauchen lacht dann immer, aber davon lasse ich mich nicht stören.

Wenn ihr mich noch nicht kennt, ladet mich doch einfach mal ein. Benny und ich kommen gerne zu euch!
Schlabbernde Grüße,
eure Lilli
mit Susanne Klisch und Karin Schmidt mit Benny