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Sammy hat eine neue Geschichte


Hallo zusammen,
ich hoffe, ihr seid alle gut über den Winter gekommen – oder war da überhaupt einer?
Bei mir jedenfalls gab es weder Schnee noch Eis, richtig langweilig. Aber mit den ersten warmen Sonnenstrahlen durfte ich wenigstens wieder Kinder in ihren Schulen und Kindergärten besuchen.
Ein Traum sage ich Euch, mir hat das richtig gefehlt. Eine Geschichte dazu muss ich Euch erzählen:
Wir waren in einer Montessori Schule bei mir gleich um Ecke in Aufkirchen bei Erding. Was mir hier besonders auffiel war, wie diszipliniert und leise die Kinder waren. Da habe sogar ich mich hingelegt und ein wenig gedöst. Das ist ja sonst nicht meine Art. Ach ja, hätte ich fast vergessen, Jonah, Alice, Anuc und Candy waren auch noch mit von der Partie.
Die Wissbegierde der Kinder war so groß, dass wir uns aufteilen mussten. Zuerst waren Jonas, Alice und ich dran. Die ersten sechs Regeln? Kein Problem, die Kinder begriffen sehr schnell, wie wir Hunde gestreichelt werden möchten oder was uns gar nicht gefällt. Dann durften wir zeigen wie schlau wir sind. Herrchen hat dazu vier Becher aufgestellt und ich sollte eigentlich das Leckerchen darunter finden. Er hat mir aber nicht gezeigt, unter welchem Becher ich nachschauen soll, also habe einfach alle vier umgedreht. Im zweiten Versuch hat er mich dann gleich zum richtigen Becher geschickt – da habe ich mir jede Menge Arbeit erspart. Warum denn nicht gleich so! Ihr Menschen seid schon seltsam. Sagt uns doch gleich was ihr von uns erwartet, wir machen das schon.
Diese Besuche in Kindergärten und Schulen ist für uns Hunde ja ein richtiger Beruf, wenn man so will. Die Bezahlung in Form von Leckerlies könnte allerdings manchmal besser sein. Dieser Job „Besuchshund“ ist aber nur einer von vielen. Wir Hunde sind mit unserer Nase und unserem Einfühlungsvermögen vielfältig einsetzbar und teilweise unentbehrlich. Die Kinder der Montessori Schule waren da bestens vorbereitet und konnten viele Einsatzgebiete in denen wir gebraucht werden benennen. Ob Hütehund, Wach- und Schutzhund, Rettungshund, Jagdhund, Polizei- und Zollhund, Therapiehund oder einfach nur Familienhund. Fast alle möglichen Einsatzgebiete wurden von den Kindern gefunden und den entsprechenden Fotos zugeordnet. Das hat den Kindern richtig Spaß gemacht.
Nach einer kurzen Pause ging es nach draußen. Bei frühlingshaften Temperaturen, standen mehrere „Laufentscheidungen“ an. Kinder gegen Hunde, wer ist schneller? Keine Frage – wir Hunde natürlich, wenngleich Jonah einmal den Kindern den Vortritt ließ, eben Gentleman-like. Ich bin da nicht so, ich will immer gewinnen. In der Zwischenzeit kamen auch noch Anuc und Candy dazu. Zusammen hatten war dann noch richtig Spaß mit den Kindern.
Danach ging es wieder ins Klassenzimmer wo Vera und Kathrin den Kindern die restlichen sechs Regeln näher brachten. Außerdem erfuhren die Kinder noch was über unsere Anatomie, Körpersprache und was wir fressen dürfen und was nicht. Für mich als Labbi ist das Thema nichts, ich fresse alles was mir vor die Schnauze fällt. Mein Herrchen sagt immer ich bin sein Hausschwein, was er damit wohl meint? Ich für meinen Teil bin jetzt fertig, Job beendet, ab ins Auto und ein wenig relaxen. Schön war‘s in der Montessori Schule – ich komme gerne wieder.
Euer Sammy