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Förderung mal anders – Hundebesuch im Heilpädagogischen Zentrum in Ingolstadt

 

Einen etwas anderen Einsatz hatten die „Helfer auf vier Pfoten“ aus Ingolstadt im Mai. Während Brandy in seinem 5. Jahr als Helfer schon ein ‚alter Hase‘ ist, machen Socke und sein Frauchen Dominique Martinez sowie Anny erst seit einem Jahr bei uns mit. Deren Besitzerin Susanne Schmidt berichtet: „Es war gut, dass sich in der kleinen Gruppe Kinder und Hunde besser kennenlernen konnten. Anny ist das erste Mal mit einem Kind ‚Gassi‘ gegangen. Es war toll zu beobachten, wie sie auf das Kind eingegangen ist. So schön ‚Fuß‘ geht Anny bei mir selten.“

 

Normalerweise besuchen wir 2. Klassen, wenn an den bayrischen Grundschulen das Haustier auf dem Lehrplan steht. Doch diesmal ging es in das heilpädagogische Zentrum in Ingolstadt-Friedrichshofen. Dort werden Kinder mit Entwicklungsstörungen und  Verhaltensauffälligkeiten, also beispielsweise Defiziten in der Konzentration und Impulssteuerung, besonders gefördert. Dabei stehen ganzheitliche Förderung und soziale Integration im Mittelpunkt.

 

6 Jungs warteten schon gespannt auf unsere Hunde, die beiden Australian Shepherds Anny und Brandy, sowie den Pudel-Mix Socke. Doch zuerst mussten sie die beiden wichtigsten Regeln im Umgang mit Hunden mit uns wiederholen. Geduldig erklärten sie uns, dass man immer erst den Besitzer fragen muss, bevor man einen Hund streicheln darf. Dann durften sie vormachen, wie man auf den Hund richtig zugeht: in die Hocke gehen, die Hand ausstrecken und den Hund schnuppern lassen. Immer zu zweit durften sie ran an die Hunde. Da wir mit drei Teams vor Ort waren, hatte jedes Kind genug Zeit, eingehend mit allen Vierbeinern zu kuscheln.

 

Danach sollten die Kinder uns nochmal etwas aus der Theorie erzählen, z.B. was ein Hund so alles braucht, welche Verantwortung man hat und dass man ihn nie beim Fressen stören darf. Zur Belohnung durften sie unseren Hunden dann auch ein Leckerli geben.

 

Besondere Freude machte es ihnen auch, unsere Hunde mit farbigen Tüchern zu verschönern, je nachdem, welche Farbe sie mit den Farbwürfel davor gewürfelt hatten. Und danach mussten sie die Hunde natürlich auch wieder ausziehen.

 

Dagegen war es schon schwieriger sich so zu koordinieren, dass die Hunde durch einen Torbogen laufen konnten, den sie mit ihren Armen bilden sollten. Daher nahmen wir eine Schwimmnudel zu Hilfe.

 

Ganz bei der Sache waren die Buben dann aber wieder beim Wettrennen mit unseren Hunden. Und nun verstanden sie auch, warum es keinen Sinn macht vor einem Hund davonzulaufen, denn selbst der kleine Socke war schneller als sie.

 

Danach führten unsere Hunde ein paar Kunststücke vor, was zu großem Beifall führte. Nach 1 1/2 Stunden mussten sich die Jungs leider schon wieder von Anny, Brandy und Socke verabschieden. Sie durften noch einmal einen der Hunde ein Stück Spazierenführen, ihn streicheln und bekamen zum Abschied die Pfote gegeben.

 

Eine der Erzieherinnen, Julia Rupp, berichtet: „Der Hundebesuch war für unsere Kinder ein sehr spannendes und wertvolles Erlebnis. Sie konnten die gelernten Regeln gut in die Praxis umsetzen, Ängste und Unsicherheiten abbauen und wichtige Erfahrungen mit Tieren sammeln. Alle waren motiviert dabei und haben sich sehr bemüht konzentriert und aufmerksam zu sein. Einige Kinder waren sogar richtig mutig. Die drei Hunde haben einen bleibenden Eindruck unseren Kindern hinterlassen. Jeder konnte stolz seine Erlebnisse mit den Vierbeinern erzählen.“

 

Wir würden uns freuen, weitere neue Teams für die Helfer auf vier Pfoten in der Region Ingolstadt zu gewinnen.
Interessenten melden sich bitte unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Dr. Renate Rottenfußer
Lokale Koordinatorin in Ingolstadt für die „Helfer auf vier Pfoten“