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Kindergartenabschied auf dem Hundeübungsplatz Friesenheim

 

Wie jedes Jahr kommen die Kinder, die vom evangelischen Kindergarten zur Schule wechseln, auf den Hundeplatz der Hundefreunde Friesenheim.

 

Achtzehn Kinder und drei Betreuerinnen waren pünktlich um 9:45 auf dem Platz an, wo die „Helfer auf vier Pfoten“ schon Bänke im Halbkreis für sie aufgestellt hatten.

 

Bevor es aber mit den Hunden losging, wurde erst mal eine Vesperpause eingelegt – die Kinder waren zu Fuß unterwegs, und es war doch eine ganz schön lange Strecke vom Dorf hinaus zu uns.

 

Wir begannen mit der üblichen Frage: Wer hat Angst vor Hunden? Dieses Mal meldeten sich nur ein Kind, aber zwei Betreuerinnen, was schon erstaunlich war. Der Grund war aber schnell ausgemacht, denn gleich mehrere Kinder verrieten, dass sie einen Hund Zuhause haben. Vielleicht erklärt das auch, warum die “ Hundefreunde Friesenheim “ so ein großer und sehr aktiver Verein ist.

 

Dennoch waren auch diese Kinder verwundert darüber, wie viele unterschiedliche Hunderassen und –berufe es gibt. Auch waren ihnen manche theoretischen Hintergründe über das Verhalten ihrer Hunde noch unbekannt – es gab also auch für sie viel Neues zu erfahren, bevor es ans Eingemachte ging: Die praktische Umsetzung der 12 Goldenen Regeln. Sie waren im Kindergarten bereits besprochen worden und die Kinder hatten sicher gut aufgepasst, aber woran erinnert man sich, wenn es drauf ankommt?

 

Also wurde zunächst geübt, wie man den Besitzer fragt, ob man den Hund streicheln darf. Hier stellen wir z.B. immer wieder fest, dass die Kinder zwar fragen, aber erst wenn sie schon neben dem Hund stehen. Hier kann die Golden Retriever Hündin Luna dann einmal zeigen wie gefährlich das ist: Sie bekommt ein Leckerli auf die Nase gelegt und auf Kommando schnappt sie es blitzschnell weg. Von da an klappte es auch mit dem Abstand halten.

 

Leckerli geben war auch kein Problem. Auf die flache Hand und runter, damit der Hund nicht hochspringt. Und nicht die Hand wegziehen, wenn der Hund das Leckerli nehmen will, denn auch dann kann es passieren, dass er zuschnappt. Klar, wer will schon buchstäblich an der Nase herumgeführt werden? Am Schluss der Runde haben alle - bis auf ein Kind - dem Hund ein Leckerli gegeben. Selbst die beiden ängstlichen Betreuerinnen konnten sich überwinden.

 

Moni demonstrierte mit ihrem 50 kg schweren Berner Sennen Rüden was passieren kann, wenn ein Kind z.B. mit einem Stock herumfuchtelt. Was denkt sich der Hund wohl, wenn er das sieht? „Oh, da will jemand mit mir spielen“? Vielleicht. Oder er fühlt sich bedroht und greift an. Heißt also: Hund in Sicht – Stock weg. Um sich ein ganz klares Bild davon zu machen, wie groß Hunde wie Fidelio wirklich sind, stellte er sich vor Moni auf die Hinterfüße und war dann so groß wie die Hundeführerin. Kein Wunder, dass selbst die beiden Betreuerinnen immer noch Respekt vor Fidelio hatten.

 

Selbstverständlich ging es uns hier aber nicht darum, den Kindern Angst zu machen. Es ist aber wichtig, dass sie die Vierbeiner verstehen. Dann kann man auch richtig viel Spaß haben, ohne dabei in Gefahr zu geraten. Wie das ist, haben wir natürlich dann auch „geübt“, z.B. indem wir die Hunde durch den von den Kindern gemachten Tunnel haben laufen lassen.

 

Auf der großen Wiese bewies Luna dann noch den außergewöhnlichen Geruchssinn von Hunden und suchte versteckte Käsestückchen während Fidelio mit den Kindern um die Wette lief. Er gewann natürlich, selbst, wenn es über die Hindernisbahn ging.

 

Dann war es Zeit sich zu verabschieden, aber wir sind uns sicher, dass die Kindergartenkinder ihre Erfahrungen mit den Hunden nicht so schnell vergessen werden und wünschen ihnen einen guten Schulstart.

 

Bericht: Rudi Gruber

Teams: Monika Moritz / Fidelio und Rudi Gruber / Luna

Fotos : R.G. / KiGa

 


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