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Noch mal, noch mal! Die „Helfer auf vier Pfoten“ in der Neuwies-Schule
 

In der Neuwies-Schule in Wellendingen sind die „Helfer auf vier Pfoten“ bekannt – bereits einige Male besuchten sie verschiedene Klassen und erklärten den Kindern den richtigen Umgang mit Hunden. Natürlich dürfen dabei auch die Vierbeiner nicht fehlen.

 

Vergangenen Freitag sprachen Gudrun Haag mit „Maja“ und Ramona Völkl mit „Söckchen“ mit den Schülern der 2. Klasse von Lehrerin Brunhild Kubitz über die „12 goldenen Regeln im Umgang mit Hunden“. Das ist der übliche Einstieg, denn bevor die Kinder zu den Hunden Kontakt aufnehmen, sollen sie zunächst einmal erfahren, wie und worauf sie achten müssen. Erst dann kommt Teil II des Programms, das Zusammenspiel mit den Hunden als Probe aufs Exempel.

 

„Darf ich die Leine von Söckchen nochmal nehmen?“ Ela fragt mit erwartungsvollem Blick zum Ende der gemeinsamen Stunden. Einmal darf sie noch mit der Mischlingshündin über den kleinen Sportplatz laufen. Aber dann ist Schluss.

 

Dass nach diesen 90 Minuten alle Kinder noch darum betteln, ein letztes Leckerli geben zu dürfen oder ein allerletztes Mal die Leine in die Hand zu nehmen, war am Anfang nicht zu erwarten: Gudrun Haag und Ramona Völkl haben mit ihren Hunden bereits einige Einsätze in Kindergärten und Grundschulen absolviert. Ihrer Erfahrung nach gibt es in fast jeder Klasse ein paar Kinder, die allzu großen Respekt oder gar Angst vor Hunden haben. Manchmal fließen sogar Tränen.

 

Als die beiden mit ihren Vierbeinern um 9.30 Uhr das Klassenzimmer der Neuwies-Schule betraten, hielten auch diesmal drei Kinder einen Sicherheitsabstand zum Stuhlkreis ein. Die gesamte Klasse hatte sich mit ihrer Lehrerin gut auf den Besuch vorbereitet und antworteten wie aus der Pistole geschossen, als sie gefragt wurden, worauf man beim Hund achten soll: „Nicht am Schwanz ziehen“, „nicht starr in die Augen blicken“, „kein Fressen oder Spielzeug wegnehmen“, „nicht wegrennen oder schreien“, „den Besitzer fragen, ob man den Hund streicheln darf“, „nie zu streitenden Hunden gehen“…

 

Allmählich trauten sich auch die ängstlicheren Kinder zurück in den Stuhlkreis und nur wenig später streichelten auch sie Maja und Söckchen.

 

Nach etwa 45 Minuten Theorie ging es nach draußen, wo die Kinder Maja an der Leine führten, mit Söckchen um die Wette rannten oder die beiden durch einen Tunnel aus vielen Kinderbeinen laufen ließen. Die zwei Mischlingshündinnen genossen die Aufmerksamkeit, die Streicheleinheiten und die vielen Leckerlis sehr. Da das Wetter jedoch nicht so gut war und der Regen immer stärker wurde, endete der Einsatz sehr zum Bedauern der Kinder pünktlich nach 90 Minuten mit einem gemeinsamen Gruppenfoto. Noch einmal wollten 21 Kinderhände das Fell streicheln und noch schnell ein Leckerli geben. Ela durfte Söckchen dann noch ans Auto bringen. Sie hat dank „Helfer auf vier Pfoten“ ihre Angst vor Hunden überwunden.

 

Ramona Völkl

 


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