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Integration auf hündisch – Besuch im Flüchtlingsheim Ettenheim

 

Am Dienstag den 7. März hatten wir einen Termin bei den Flüchtlingskindern im alten Schwesternwohnheim in Ettenheim. Ziel war, den 11 Kindern im Alter von 3 – 14 Jahren den respektvollen Umgang mit Hunden zu erklären und ihnen mögliche Unsicherheiten im Kontakt zu den Vierbeinern zu nehmen. Zumal sie im Schwesternwohnheim recht eng zusammen wohnen und auch miteinander auskommen müssen. Es gilt als pädagogisch erwiesen, dass insbesondere Kinder das bei Hundebesuchen Erlernte automatisch auf Menschen übertragen. Möglicherweise sind wir den Flüchtlingskindern allerdings noch fremder als unsere Hunde?

 

Ein Gedanke, der sich als falsch erwies, denn fast alle Kinder waren sehr zutraulich und freuten sich über unser Kommen. Leider fand der Besuch auf sehr kleinem Raum statt und es entstand immer mal wieder Unruhe durch die anderen Bewohner. Es fiel uns also nicht ganz leicht, unser Programm wie gewohnt durchzuziehen, das meiste davon konnten wir jedoch irgendwie umsetzen – Not macht eben erfinderisch und die Kinder waren trotz aller Störungen konzentriert bei der Sache.

 

Irgendwann war der theoretische Teil dann (hoffentlich erfolgreich) vermittelt, sodass wir vor die Unterkunft gehen konnten, wo die Kinder mit den Hunden spazieren gehen sollten und, natürlich, ein paar Leckerli geben. Das macht einem Großteil der von uns besuchten Kinder besonders viel Spaß, an diesem Tag allerdings gab es zwei, die nicht mitmachen wollten. Interessanterweise waren es sogar die ältesten beiden Kinder, die sich nicht zum direkten Kontakt mit den Hunden überwinden konnten. Aber wir akzeptieren selbstverständlich, wenn sich ängstlichere Kinder nicht so nah an die Hunde herantrauen.

 

Wechselweise führten also jeweils zwei Kinder die Hunde an der Leine. Wir Hundeführer beobachteten das Geschehen und konnten den Besuch nach eineinhalb Stunden beruhigt beenden: Wir waren uns ziemlich sicher, dass unsere Erklärungen, Übungen und Tipps bei den Kindern angekommen waren.

 

Für mich, Rudi Gruber, und meine Luna war der Besuch aufgrund der Umstände durchaus eine gewisse Herausforderung. Umso bewundernswerter, dass auch unser Neuling Thomas Grimmer mit seiner Kayla das Ganze ruhig und liebevoll, aber konsequent, durchzog. Für Thomas war dies der erste Besuch, während ich meine 11-jährige Hündin nach sechs Jahren Teilnahme bei den „Helfern auf vier Pfoten“ so langsam mehr Ruhe gönnen muss.

 

Neben den Kindern gilt unser Lob auch der Organisatorin: Sie hatte alles parat, von den Genehmigungen bis zu den beschrifteten Urkunden. Und dabei hat sie bestimmt genug zu tun!

 


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