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Meine Kumpels haben mich gebeten, Euch wieder eine Geschichte zu erzählen. Na, da kann ich nicht nein sagen, denn diese Geschichte ist schon was Besonderes. Übrigens, ich bin Sammy, der Labrador Retriever von Herrchen Gerhard Schuller aus Erding.

Also: Wir waren mit sage und schreibe elf Teams (!) in einer Schule, ihr habt richtig gehört, elf Teams – da war was los kann ich Euch sagen. An zwei Tagen besuchten wir die zweiten, dritten und vierten Klassen der Grundschule Lengdorf. Das ist nicht weit weg von mir in der Nähe von Erding. Als wir da zu früh um 8:00 Uhr anrückten, waren die Kinder ganz aus dem Häuschen – mit so vielen Hunden hatten sie wohl nicht gerechnet. Dort angekommen teilten wir uns in mehrere Gruppen auf, um vier Klassen gleichzeitig zu besuchen.

Eine organisatorische Meisterleistung, wie ich meine. Ein großes Lob an unsere „lokale Koordinatorin“, Frau Patzlsperger – ich darf auch Heike zu ihr sagen, nur so am Rande – wie sie das so hinkriegt! Von ihr soll ich hier denn auch einen ganz herzlichen Dank an alle Teams ausrichten, die sich an diesem Mega-Besuch beteiligt haben, nämlich: Angelika Herbst mit Tommy, Gerhard Schuller mit mir, Sammy, Kathrin Heuer mit Anuc, Marina Huber mit Jonah, Markus Zenk mit Tenya, Petra Wörrlein mit Milka, Susi Schmidt mit Ela, Vera Zenk mit Candy. Sogar Heikes (Patzlsperger) Tochter Lisa kam mit den Hunden der beiden, Daschuba und Cayman.

Jedenfalls wurden wir schnell in die entsprechenden Klassenzimmer verfrachtet, so schnell, dass ich die tollen Gerüche auf dem Weg dorthin gar nicht alle zuordnen konnte! Eine Gemeinheit, wie kann man einem Labbi das nur antun. Nun ja - da muss ich wohl durch.
 
Ich war dieses Mal mit Tommy, einem „Aussie“, zusammen, einem neuen Kumpel. Wir beschnupperten uns kurz, um alle Klarheiten, wer hier der Boss ist, zu beseitigen, dann ging‘s los. Wie gewöhnlich standen die „12 Goldenen Regeln im Umgang mit Hunden“ im Vordergrund. Da aber die meisten Kinder gut vorbereitet waren und schon viel über uns Hunde wussten, wurde es ein ganz netter Vortrag von meinem Herrchen. Und um die Kinder nicht allzu sehr zu belabern, bauten Angelika, so heißt das Frauchen von Tommy, und mein Herrchen immer wieder praktische Übungen mit den Kindern ein, das hat auch Tommy und mir gut getan.

Auf die Frage eines Kindes, ob wir Hunde auch Kunststücke vorführen können, haben wir natürlich nur gewartet – sofort waren wir hellwach und Tommy, der Streber, zeigte den Kindern tolle Kunststücke. Besonders das „Sich-schämen“ hat mich sehr beindruckt. Doch ich hoffe nicht, dass mein Herrchen nun auf die Idee kommt, mir das beibringen zu wollen! Nicht mit mir, für was soll ich mich schämen? Gibt überhaupt keinen Grund dafür.

Dafür kann ich alle möglichen Gestände, die die Kinder versteckten, wiederfinden. Ist doch auch nicht schlecht! Das machten wir nämlich anschließend auf dem großen Pausenhof der Schule und noch viel mehr. Besonders der Wettlauf mit uns hat den Kindern gut gefallen. Sie mussten einsehen, dass ein Weglaufen vor uns nicht viel Sinn ergibt. Besser ist stehenbleiben und sich für uns uninteressant machen, dann gehen wir schnell weiter und keiner braucht Angst vor uns haben. Aber wir sagen den Kindern immer wieder: „Kinder ihr braucht vor uns Hunden keine Angst haben, nur etwas Respekt“ und das ist ja wohl nicht zu viel verlangt.

Nun fällt mir nichts mehr ein, bin von der Hitze geschlaucht und brauche eine kleine Verschnaufpause. Mit dem Besuch hier in Lengdorf gingen für mich die ersten Einsätze im alten Schuljahr zu Ende. Ich hoffe, ich bin im neuen Schuljahr wieder mit von der Partie und würde mich freuen, wenn mich mein Herrchen möglichst oft zu den Kindern mitnimmt. Mir hat es riesen Spaß gemacht und ich hoffe den Kindern auch. Dann bis demnächst.

Euer Sammy